Eltern und Fremdunterbringung

geschrieben von Josef Faltermeier 13. September 2020
Eltern und Fremdunterbringung

Die gegenwärtige Praxis in den Fremdunterbringungen kann, so scheint es, mit Herkunftseltern wenig anfangen. Dabei verdichtet sich der Eindruck, als würden die sozialen Dienste wie selbstverständlich davon ausgehen, dass Eltern mit der Fremdunterbringung ihres Kindes die „Elternschaft verwirkt“ haben- als wären diese jetzt nicht mehr so wichtig, eher Störenfriede als bedeutsame Anlaufstellen und Begleiter für ihre Kinder. Wie sonst sollten entsprechende Praxisberichte und die in Forschungsstudien immer wieder belegten Lücken und Defizite hinsichtlich der Einbeziehung leiblicher Eltern interpretiert werden? In gewisser Weise ist dies vordergründig nachvollziehbar, denn wieso sollte die Fachpraxis weiterhin auf Eltern setzen, die sich letztendlich als für die Erziehung ihres Kindes „ungeeignet“ gezeigt haben. Dass diese Annahme nur bei oberflächlicher Betrachtung zutrifft, wird oft übersehen.

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